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Gedanken

Oft muss ich an ihn denken. Wie er am Nikolaustag zum letzten Mal kam, auf der Matte sass und leise weinte. Wie ich mich zu ihm setzte, und ihn in den Arm nahm. Er sich an mich klammerte, weiter weinte, immerzu. Wie sein kleiner Körper zitterte, und seine Augen vor Tränen glasig wirkten. Soviel Schmerz, von dem ich nichts wusste. Soviel Todesangst, die ich nicht sah. Nicht sehen konnte. Und dennoch tut es mir leid. Der erste Besuch auf der Intensivstation. Sein kleiner Körper aufgedunsen von den vielen Medikamenten, all die Schläuche, Kabel. Allgegenwärtig das Geräusch der Beatmungsmaschine, das gleichmäßige Piepen der Überwachungsgeräte. Sein gequälter Blick, dieser unendliche Schmerz. Nichts mehr, was ich tun kann. Nur warten und hoffen. Hoffen... auf den einen Anruf... "Es geht ihm besser, es wird jetzt endlich alles gut!". Doch wann wird dieser Anruf erfolgen? Ich weiss es nicht...
Ich habe dieses Bild so deutlich vor meinem geistigen Auge. Wie er an mich geklammert dasass, und still weinte. Ich kann dieses Bild nicht vergessen. Ich wünschte, ich hätte die Symptome sofort erkannt. Vielleicht wäre dann alles anders gewesen. Vielleicht...

Ich weiss, das es nichts ändert, wenn ich mir Vorwürfe mache. Doch was soll ich tun? Das ich nichts hätte tun können, das weiss ich selbst. Dennoch tut es weh. Das er jetzt so sehr leiden muss.


 


25.2.08 19:24
 


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